Montag, 19. Oktober 2015

Das Bayern Resort- Urlaub an der Zugspitze



Diesen Monat war ich das allererste Mal in meinem Leben im Urlaub. Meine Leute mussten sich dringend mal erholen und das geht natürlich am besten, wenn ich dabei bin *hüstel*. Ich habe ja das große Glück, dass meine Patricia vom Wandern gar nicht genug kriegen kann und deshalb sind wir in die Berge, genauer gesagt nach Grainau an die Zugspitze, gefahren.


Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas sauer. Obwohl die Beiden ganz genau wissen, dass ich Autofahren total doof finde, haben die mich für glatte sieben Stunden auf der Rückbank angeschnallt. O.k., es hat immer einer neben mir gesessen und mir den Rücken gekrault, während der andere gefahren ist, das war wirklich nett und zwischendurch bin ich auch immer wieder eingeschlafen, aber ansonsten fand ich  die Fahrt total langweilig. Allerdings wusste ich da ja auch noch gar nicht, was mich am Ende erwarten würde und rückblickend muss ich zugeben, dass sich die lange Fahrt wirklich gelohnt hat.
Es folgten nämlich zehn Tage mit den tollsten Spaziergängen und aufregendsten Wanderungen im wunderschönen Zugspitzgebiet und das tollste war, dass meine Leute und ich zehn Tage von morgens bis abends zusammen waren. 



Aber von vorne:
Gewohnt haben wir in dieser Zeit in einer kleinen Ferienwohnung, die zu einem gemütlichen Hotel, dem Bayern Resort gehörte. Beim Thema Urlaub lassen sich die beiden nämlich nicht lumpen und darum suchen sie auch immer ganz besonders schöne Unterkünfte aus. 


Das Bayern Resort ist ziemlich neu. Es hat erst im Mai 2015 eröffnet. Früher waren in dem altern Landhaus mehrere Ferienwohnungen untergebracht bis Christine und Barbara Bartlechner das Haus aufwendig renoviert und sehr sehr liebe- und geschmackvoll eingerichtet haben. Heute kann man im Bayern Resort zwischen 6 Zimmern, 7 Suiten und 13 Ferienwohnungen wählen. Alle sind wirklich sehr schön und komfortabel eingerichtet, beispielsweise im Modern oder Alpine Style. 


Meine Leute dachten, dass es für mich vielleicht schöner in einer Ferienwohnung mit kleiner Terrasse wäre. Ich fand allerdings die große Wiese vor unserer Terrasse am besten. Da durfte ich nämlich abends noch ein bisschen spielen, während die beiden sich gemütlich das letzte Weissbier gönnten.
Es war auch schön, dass wir eine kleine Küchenzeile hatten. Erstens mussten wir daher nicht jeden Abend in ein Restaurant und zweitens gab es einen Kühlschrank in dem meine leckeren Rinderknochen immer schön kühl blieben und aus dem ich auch jeden Morgen meinen geliebten Hüttenkäse bekam.



Hinter dem Haus gab es übrigens auch noch einen großen Garten. Patricia meinte immer, hier sei es sehr idyllisch, was immer das auch heißt??? In diesem Garten gab es mehrere Liegen, Bänken und sogar eine Schaukel für Erwachsene. Von allen diesen „Ruheplätzen“ hat man einen herrlichen Blick auf die Berge und vor allem natürlich auf die Zugspitze, an dessen Fuße das Bayern Resort liegt.

Gefrühstückt haben die beiden übrigens im Hotel. Leider durfte ich nicht mit in den Frühstücksraum und da es auch keinen anderen Raum gab, in dem meine Leute zusammen mit mir frühstücken konnten, musste ich in dieser Zeit alleine bleiben. Mein Glück, dass die Frühstückszeit auf 8.00 bis 9.30 Uhr begrenzt war, sonst hätten die beiden locker drei Stunden beim Frühstück verbracht und ich hätte die ganze Zeit gewartet.





Das Frühstück, welches ausschließlich aus regionalen Produkten zusammengestellt wird,  haben die beiden extra dazugebucht, weil sie einfach keinen Bock hatten im Urlaub nicht schon morgens in der Küche stehen wollten. Da die beiden immer mit sehr zufriedenen Gesichtern zurück kamen, gehe ich mal davon aus, dass ihnen das Frühstück geschmeckt hat und vom frischen Obst, über leckeren Latte Macchiato bis zum geliebten Nutella alles dabei war.

Wenn ihr nicht alleine in der Ferienwohnung bleiben wollt oder könnt, können sich eure Leute übrigens jeden Morgen den Kühlschrank mit dem sogenannten„Alpenfrühstück“ füllen lassen. Dann müssen sie im Urlaub nicht selber einkaufen und ihr müsst nicht alleine bleiben.

Was die Hundefreundlichkeit im Bayern Resort betrifft kann ich mich eigentlich auch nicht beschweren (außer der Sache mit dem Frühstück). Meine Leute haben natürlich immer darauf geachtet, dass ich mich gut benehme, aber manchmal habe ich eben doch gebellt. Schließlich pass ich ja auf meine Leute auf. Es hat sich aber nie jemand beschwert und von der  Wiese vor unserer Terrasse auf der ich so prima rumtollen durfte, habe ich euch ja schon erzählt. Ich hatte allerdings auch großes Glück, dass von den anderen Ferienwohungen kaum eine belegt war, so dass ich niemanden gestört habe. 



Auf der anderen Seite mussten meine Leute für mich auch 15 Euro pro Nacht bezahlen und deshalb waren sie der Meinung, dass ich mich als zahlender Gast nicht verstecken muss und man mich auch mal hören darf. 

Als wir ankamen stand in unserer Ferienwohnung sogar ein kleiner Korb für mich bereit. Darin waren eine Decke und zwei Näpfchen. Allerdings waren die Sachen eher für sehr sehr kleine Hunde passend. In die Näpfchen wäre ich mit meiner dicken Nase gar nicht richtig reingekommen und auf die Decke passte auch nur mein Hinterteil. Meine Patricia war da schon etwas enttäuscht. Wir hatten zwar alle meine Sachen von zu Haus mitgenommen, aber da ich schließlich den Betrag für einen großen Hund zahlen musste (die kleineren Exemplare von euch müssen etwas weniger bezahlen), war sie der Meinung, dass die Näpfchen und die Decke auch für einen großen Hund sein müssten. Wenn die Familie Bartlechner einen eigenen Hund hätte, wäre das sicher besser gelaufen.




Auch wenn das Bayern Resort kein ausgewiesenes Hundehotel ist und wir eher gerne geduldet als herzlich willkommen sind, würden meine Leute das Hotel auch anderen Hundebesitzer weiterempfehlen. Schon allein wegen der tollen Lage und den vielen Wandermöglichkeiten in der direkten Umgebung.

Auf jeden Fall solltet ihr aber mit euren Leuten mal in die Berge fahren. Für uns Hunde ist es dort wirklich toll. Am schönsten war es immer auf den Berghütten. Dort gab es leckeres Bier Essen für meine Leute und nach den anstrengenden Wanderungen konnten wir bei dem schönen Wetter immer lange in der Sonne sitzen und uns ausruhen. Nächstes Jahr, wenn ich ausgewachsen bin, können wir sogar noch viel längere Wanderungen machen, sagen meine Leute. Da freu ich mich schon drauf. Und noch ein kleiner Tipp von mir: fahrt im Herbst dorthin, und zwar nach dem Almabtrieb. Die vielen Freiweiden waren fast alle schon leer, so dass ich die meiste Zeit ohne Leine laufen durfte. 


Bis dahin
Euer Cosmo

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